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                Trabehn - damals vor 1945 und heute


Hinweis: Nur in der Galerie können Fotos und Grafiken durch 2-maliges Anklicken vergrößert werden! 



Ansichten aus Trabehn um 1930 mit Gutshaus, Kirche, Saal im Gasthaus, Gasthaus 


Dorfchronik folgt später


Dorfplan



 
Diesen schönen Dorfplan haben Werner Mausolf und Ilse Knop gemeinsam gezeichnet.


Kirche


Isabella von Herzberg hat die Kirche um 1755 als Beinhaus erbauen lassen. Im Kellergewölbe unter der Kanzel fand man 1927 mehrere Särge mit einbalsamierten Leichen. Die Särge wurden auf dem Friedhof außerhalb des Dorfes, Richtung Hammerstein in einem verschlossenen Mauseleum der Familie von Herzberg beigesetzt. Diesen Friedhof soll es nach den Inschriften der Grabkreuze noch 1820 gegeben haben. Auch rund um die Kirche gab es viele verwilderte Grabstätten mit umgekippten Kreuzen bis etwa 1930 - danach war alles abgeräumt. In der Kirche soll es eine von Isabella von Herzberg gestiftete Holztafel an der Familienbank der Herzbergs gegeben haben.
Am 5. Dezember 1927 sollte die Kirche nach einer gründlichen Renovierung wieder eingeweiht werden; für einen würdigen Rahmen sollte eine Hochzeit dienen, es war aber keine in Sicht. Es hatten sich mehrere hohe Kirchenvertreter für dieses Zeremoniell angesagt und so mußte unbedingt eine Lösung her: Man trat an die Eltern von Ilse Knop heran - sie war gerade am 2. Dezember geboren worden - um sie am Tag der Kicheneinweihung taufen zu lassen. Ihre Mutter war krankheitsbedingt nicht in der Lage, ihre Tochter über das Taufbecken zu halten, so dass Frau von Herzberg diese Aufgabe übernahm. Die Orgel spielte der damalige Hauptlehrer Moritz.
Ilse Knop lebt heute in Malente und hält regen Kontakt zu ihrer alten Heimat und zu den jetzigen Bewohnern.


       
 Kirche um 1930 im Urzustand mit Feldsteinmauer         Kirche in alter Farbe vor 1990, davor Ilse Knop


  
    Lehrer Gustav Moritz vor der Fachwerkkirche und hier ist seine Stieftochter Irmgard Draheim abgebildet.
Die kleine Fachwerkkirche war schon immer ein Fotomotiv und hier mit dem Schloß im Hintergrund um 1940 


Schule
                                                                 Schulgebäude um 1930 und Tanzvorführung an der Schule 1935
   
  Lehrer Gustav Moritz, li., mit dem Jahrgang 1929 und hier mit dem Jahrgang 1932; li. oben Teil der Kirche.
       
Lehrer Gustav Moritz im Garten seiner Schule 1935 und am Trabehnstein 1940  


  
 Gastwirtschaft Müller um 1930 - Repro aus Grußkarte       Ehemalige Gastwirtschaft Müller - Foto 2015/Krzy                                                   


Dorfleben und Brauchtum


  
                     Dorfscene um 1920                                        Heiratswillige Damen und Herren beim Dorffest 1936


Schloß


Gutshaus und Schloß sind identisch, es handelt sich um das gleiche Gebäude; das linke Foto zeigt das Schloß von der Hofseite mit Auffahrt, das rechte zeigt es zur Parkseite. Das Gut und mit ihm das Haus hatte bis 1934 wechselnde Besitzer - der letzte Besitzer war ein Karl Schütz, er war Jude und wurde durch die Nazis enteignet - eine Heeresfachschule zog ein. Leiter der Schule war ein Major Paul Glawe - er wurde noch zum Volkssturm eingezogen und geriet bei Kolberg in russische Gefangenschaft, von wo aus er nach Rußland verschleppt wurde. Das Schloß wurde durch Russen besetzt.
Leider gibt es dieses prachtvolle Gebäude nicht mehr, es wurde um 1947/48 durch Brandstiftung vernichtet. Darüber existieren zwei Versionen: 1. Die Russen wollten nach ihrem Abzug aus Trabehn den Polen das Schloß nicht überlassen und haben Feuer gelegt (Bärbel Grix, geb. Glawe). 2. Ein Pole ist nachts in das Schloß eingebrochen; dabei ist ihm die Kerze aus der Hand gefallen, so das brennbare Teile sofort Feuer fingen, vor Schreck sei er weggelaufen, das Schloß wurde zum Totalverlust. Kurz vor seinem Tod hat er es einem Kaplan gebeichtet, so Ilse Knop, s.oben an der Kirche. 


   
Das Schloß vor dem Umbau zur Heeresfachschule                                     Aquarell von Siegfried Barz


      
    Das nicht mehr vorhandene Trabehner Schloß                                    Heeresfachschule um 1930
                                   Hofseite                                                                                          Parkseite 




Trabehn nach 1945


   
                 Kirche im Juli 2000 in neuer Farbe                       Kirche 1990, war nur einseitig in Farbe, aber mit 
                                                                                                                        "Heimwehtouristen" davor 
 
  Schule bewohnt, aber außer Betrieb im Juli 1993        Hier fehlt ein aktuelles Foto der ehem. Schule



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