Trabehn

Trabehn - damals vor 1945 und heute

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Ansichten aus Trabehn um 1935 mit Schloß, Kirche, Saal im Gasthaus, Gasthaus


Dorfchronik folgt später


Dorfplan


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Diesen schönen Dorfplan haben Werner Mausolf und Ilse Knop gemeinsam gezeichnet.


Kirche


Isabella von Herzberg hat die Kirche um 1755 als Beinhaus erbauen lassen. Im Kellergewölbe unter der Kanzel fand man 1927 mehrere Särge mit einbalsamierten Leichen. Die Särge wurden auf dem Friedhof außerhalb des Dorfes, Richtung Hammerstein in einem verschlossenen Mauseleum der Familie von Herzberg beigesetzt. Diesen Friedhof soll es nach den Inschriften der Grabkreuze noch 1820 gegeben haben. Auch rund um die Kirche gab es viele verwilderte Grabstätten mit umgekippten Kreuzen bis etwa 1930 - danach war alles abgeräumt. In der Kirche soll es eine von Isabella von Herzberg gestiftete Holztafel an der Familienbank der Herzbergs gegeben haben.
Am 5. Dezember 1927 sollte die Kirche nach einer gründlichen Renovierung wieder eingeweiht werden; für einen würdigen Rahmen sollte eine Hochzeit dienen, es war aber keine in Sicht. Es hatten sich mehrere hohe Kirchenvertreter für dieses Zeremoniell angesagt und so mußte unbedingt eine Lösung her: Man trat an die Eltern von Ilse Knop heran - sie war gerade am 2. Dezember geboren worden - um sie am Tag der Kicheneinweihung taufen zu lassen. Ihre Mutter war krankheitsbedingt nicht in der Lage, ihre Tochter über das Taufbecken zu halten, so dass Frau von Herzberg diese Aufgabe übernahm. Die Orgel spielte der damalige Hauptlehrer Moritz.
Ilse Knop lebt heute in Malente und hält regen Kontakt zu ihrer alten Heimat und zu den jetzigen Bewohnern.


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Kirche um 1930 im Urzustand mit Feldsteinmauer Kirche in alter Farbe vor 1990, davor Ilse Knop


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Lehrer Gustav Moritz vor der Fachwerkkirche und hier ist seine Stieftochter Irmgard Draheim abgebildet.
Die kleine Fachwerkkirche war schon immer ein Fotomotiv und hier mit dem Schloß im Hintergrund um 1940


Schule
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Schulgebäude um 1930 und Tanzvorführung an der Schule 1935
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Lehrer Gustav Moritz, li., mit dem Jahrgang 1929 und hier mit dem Jahrgang 1932; li. oben Teil der Kirche.
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Lehrer Gustav Moritz im Garten seiner Schule 1935 und am Trabehnstein 1940


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Gastwirtschaft Müller um 1930 - Repro aus Grußkarte Ehemalige Gastwirtschaft Müller - Foto 2015/Krzy


Dorfleben und Brauchtum


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Dorfszene um 1920 Heiratswillige Damen und Herren beim Dorffest 1936


Schloß
Gutshaus, Schloß und Heeresfachschule sind identisch, es handelt sich um das gleiche Gebäude. Das Gut und mit ihm das Haus/Schloß hatte bis 1934 wechselnde Besitzer; der letzte Besitzer war Karl Schütz, er war Jude und wurde durch die Nazis enteignet. Nach einem Umbau zog eine Heeresfachschule ein; Leiter der Schule war Major Paul Glawe. Er wurde noch 1945 zum Volksturm eingezogen, geriet bei Kolberg in russische Gefangenschaft und wurde dann nach Russland verschleppt - das Schloß wurde durch die Russen besetzt.
Leider gibt es das prachtvolle Gebäude nicht mehr, es wurde um 1947/48 durch Branstiftung vernichtet. Darüber existieren zwei Versionen: 1. Die Russen wollten nach ihrem Abzug aus Trabehn den Polen das Schloß nicht überlassen und haben Feuer gelegt (Bärbel Grix, geb. Glawe) 2. Ein Pole ist nachts in das Schloß eingebrochen; dabei ist ihm die Kerze aus der Hand gefallen, so dass brennbare Teile sofort Feuer fingen, vor Schreck sei er weggelaufen, das Schloß wurde zum Totalverlust. Kurz vor seinem Tod hat er dieses einem Kaplan gebeichtet (Ilse Knop, früher Trabehn).


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Das Schloß vor dem Umbau um 1930 Das Schloß nach dem Umbau um 1935
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Das Schloß (Parkseite) nach dem Umbau zur Heeresfachschule (Repro aus Postkarte)


Trabehn/Drawien nach 1945


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Kirche im Juli 2000 in neuer Farbe Kirche 1990, war nur einseitig in Farbe, aber mit
"Heimwehtouristen" davor
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Schule bewohnt, aber außer Betrieb im Juli 1993